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ViskositätsindexDer Viskositätsindex von nativen Schmierstoffen liegt in der Nähe von 200 und damit etwa doppelt so hoch wie bei Mineralöl. Dadurch wird sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Betriebstemperaturen ein optimaler Schmierfilm gewährleistet. Man kann daher in der Regel beim Umsteigen von Mineralöl eine niedrigere Viskositätsgruppe wählen und so Reibungsverluste und Erwärmung in der Anlage vermindern. AlterungsstabilitätTemperatur, Licht, Luft, Flüssigkeiten und Staubpartikel können die Alterung von nativen Schmierstoffen negativ beeinflussen. Synthetische Ester auf Basis von Pflanzenöl sind hinsichtlich Alterungsstabilität und Oxidationsbeständigkeit leistungsfähiger als reine Pflanzenöle. Durch spezielle Additive lassen sich jedoch die Gebrauchs- und Lagerzeiten verlängern, Korrosion und Oxidation verhindern und das Tieftemperaturverhalten verbessern. ToxizitätNatürliche Pflanzenöle und synthetische Ester sind nicht toxisch, physiologisch unbedenklich und schwermetallfrei. Dies gilt auch für native Schmierstoffe, sofern umweltverträgliche Additive eingesetzt werden. Biologische AbbaubarkeitEin wesentliches Kriterium nativer Schmierstoffe ist ihre schnelle biologische Abbaubarkeit. Unter biologischer Abbaubarkeit wird die durch Mikroorganismen vollzogene biologische Oxidation mit Kohlendioxid, Wasser und Bakteriensubstanz als Endprodukten verstanden. Als schnell biologisch abbaubar gilt ein Stoff, wenn seine Konzentration nach speziellen Prüfmethoden wie dem CEC-L-33-T-82-Test nach 21 Tagen zu über 80% abgenommen hat. Native Schmierstoffe erfüllen diese Bedingungen uneingeschränkt: Sie sind nach drei Wochen zu mehr als 90% abgebaut. Mineralöle werden je nach Spezifikation in dieser Zeit nur zu rund 10 bis 20% abgebaut. |
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