Basis all unserer Schmierstoffe ist die High Oleic Sunflower. Wir verwenden ausschließlich Blumen aus europäischen Anbaugebieten. So sichert diese Pflanze Arbeitsplätze und blüht auf diese Weise in eine Ressourcen schonende, nachhaltige Zukunft!
High Oleic Sonnenblume
Vorkommen: Fast alle Pflanzen enthalten - vorzugsweise in ihren Samen - Fette und Öle, wobei der individuelle Fettgehalt von sehr geringen Mengen bis zu 70 % reichen kann. Die traditionell fettliefernden Pflanzen wachsen überwiegend im Sonnengürtel der Erde, da für die Synthese des Fettes hohe Energiemengen erforderlich sind. Diese Energie liefert in erster Linie die Sonne. Durch spezielle Züchtungen ist es inzwischen jedoch auch möglich geworden, fettliefernde Pflanzen in größerem Umfang in den gemäßigteren Breiten erfolgreich anzubauen - z.B. Raps und Sonnenblumen.
Charakteristisch für die meisten Pflanzenöle ist, dass sie hauptsächlich aus natürlichen Estern aus Glycerin und 3 Fettsäuren aufgebaut sind, daher auch die Bezeichnung Triglyceride. Die in ihnen überwiegend enthaltenen Fettsäuren sind einfach ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Fettsäuren sind unverzweigte Monocarbonsäuren, die aus einer Carboxylgruppe und einer unterschiedlich langen Kohlenstoffkette (4-24 C-Atome) bestehen. Mit einem Anteil von 95% sind sie Hauptbestandteil der Fette und Öle. Fettsäuren unterscheiden sich durch ihre Kettenlänge und die Anzahl und Position ihrer Doppelbindungen.
Die Anzahl der Doppelbindungen in einer Fettsäure bestimmt ihren Sättigungsgrad. Sind alle C-Atome mit je 2 Wasserstoffatomen (H-Atomen) abgesättigt, spricht man von gesättigten Fettsäuren. Sind in einer Fettsäurekette zwei C-Atome nur mit je einem H-Atom abgesättigt, gehen die C-Atome eine Doppelbindung ein: es liegt eine einfach ungesättigte Fettsäure (z. B. Ölsäure) vor. Weist eine Fettsäure zwei und mehr Doppelbindungen auf, spricht man von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. die zweifach ungesättigte Linolsäure oder die dreifach ungesättigte a-Linolensäure)
Die Alterungsstabilität von Pflanzenölen bei Sauerstoffeinwirkung und hohen Temperaturen wird hauptsächlich durch das Verhältnis zwischen einfach ungesättigten- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren
bestimmt.
Je höher der Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Ölsäure) ist, desto höher ist die Alterungsstabilität des Öles. Dies wird auch ausgedrückt durch eine kleinere Jodzahl.
Normale Sonnenblumen- oder Sojaöle besitzen nur einen Anteil von ca. 25% an einfach ungesättigten Fettsäuren. Die Jodzahl liegt hier folglich mit 120 bis 140 sehr hoch.
Rüb- oder Rapsöle weisen einen Anteil von 50% bis 60% an einfach ungesättigten Fettsäuren auf. Die Jodzahl liegt hier aber mit 100 bis 120 immer noch relativ hoch.
Die "High Oleic Sonnenblume" (gentechnisch nicht verändert) eignet sich durch Ihre Eigenschaften besonders gut für die Herstellung von Schmierstoffen. Ihr Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren liegt mit 80% bis 90% deutlich über den konventionellen Pflanzenölen. Die hieraus resultierende Jodzahl liegt auf deutlich niedrigerem Niveau zwischen 75 und 85, vergleichbar mit ungesättigten synthetischen Estern.
Es zeigt sich also, dass das Niveau der Alterungsstabilität der "High Oleic Sonnenblume" auf dem Niveau von z.B. ungesättigten TMPO Estern liegt. Aus diesem Grund setzten wir verstärkt die "High Oleic Sonnenblume" als Basisflüssigkeit für unsere Schmierstoffe ein.
Die Eigenschaften dieses einzigartigen Rohstoffes garantieren eine sehr hohe Qualität der Schmierstoffe und definieren die Klasse der HETG Flüssigkeiten neu.
Ein Vergleich mit den üblichen Rüb- und Rapsölen zeigt deutlich die Überlegenheit dieses innovativen Grundöles.